Bedeutung der Philosophie für die Nahtodforschung
Die philosophische Bedeutung der Nahtodforschung liegt klar auf der Hand: sind Körper und Seele getrennt. Eine 2000-jährige philosophische Diskussion findet hier Anschluss. (Obwohl die Frage der NTE-Forschung zugegebenermassen etwas komplexer ist.)
Der im letzten Jahrhundert aufgekommene Materialismus behauptet, dass jegliches menschliches Fühlen und Handeln mit dem Gehirn verbunden ist. Dies ist jedoch eine These und keine 100 % fundierte Feststellung. Diese These basiert unter anderem auf Ergebnissen von Magnetresonanz- oder Kernspintomographie – Untersuchungen. Man hat herausgefunden, dass bestimmte Zellen im Gehirn als Reaktion auf bestimmte Gedanken oder Gefühle chemisch aktiviert werden. Diese Beobachtung bestätigt, dass Zellen aktiv sind. Jedoch beweist sie nicht unbedingt, dass die Zellen der Ursprung des Gedankens oder der Emotion sind.
Es soll gezeigt sein, dass auch die heutige wissenschaftliche Auffassung eine Entwicklung des Weltbildes darstellt und kritisch hinterfragt werden muss.
Im Grunde weiß der Mensch nicht viel über sein eigenes Gehirn. Es ist trotz all der Forschung immer noch ein Rätsel, wie hochkomplexe Vorgänge in dieser unglaublichen Geschwindigkeit passieren können. Vor allem wäre es auch interessant endlich Ergebnisse der Neuroforschung mit zum Beispiel der Quantenphysik zu kombinieren. Außerdem kann auch aus dem nichteuropäischen Kulturkreis wissenschaftliche Anregung geholt werden.
Philosophisch bleibt dieses Problem jedoch bestehen. Und nicht nur philosophisch stellen sich fragen, sondern genau so auf der Hand liegend theologisch und spirituell.
Interdisziplinäre Arbeit wäre in allen Bereichen angebracht um diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.