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Über den Tod - Sokrates / Platon  

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Schon Platon beschäftigte sich mit der Aufarbeitung des Todes von Sokrates, der von der athenischen Stadtverwaltung im alten Griechenland zum Tode verurteilt wurde. Er wurde der Gotteslästerung angeklagt und es wurde ihm der Vorwurf gemacht er verderbe die Jugend mit seiner Philosophie. Nach langer Diskussion, die der Philosoph zwar für sich entschied fügte sich Sokrates letztendlich dem Urteils der attischen Demokratie, der er ein Dorn im Auge war. Das Urteil lautete: Schierlingsbecher (Gift der Schierlings-Pflanze). Soweit zur Vorgeschichte.

Platon beschreibt nun im „Phaidon“, wie sich Sokrates in seinen letzten Minuten um Kopf und Kragen philosophiert und immer wieder den skeptischen Nachfragen seiner Schüler ausgesetzt ist, die ihn nach dem Sterben und dem Tod fragen und die von Sokrates erwiderten Argumente der Unsterblichkeit der Seele in Frage stellen und den Verweis auf die Götter anzweifeln. So sprach Sokrates zu seinen Schülern:

„Wohlan denn, sprach er, lasst mich versuchen, ob ich mich mit besserem Erfolg vor euch verteidigen kann als vor den Richtern. Nämlich, sprach er, o Simmias und Kebes, wenn ich nicht glaubte, zuerst zu andern Göttern zu kommen, die auch weise und gut sind, und dann auch zu verstorbenen Menschen, welche besser sind als die hiesigen, so täte ich vielleicht unrecht, nicht unwillig zu sein über den Tod. Nun aber wisset nur, dass ich zu wackeren Männern hoffe zu kommen.“

Sokrates verweist also auf das Weiterleben der Seele nach dem Tod. Für ihn sind Körper und Seele zwei nach dem Tod voneinander unabhängige Dinge. Der Körper bleibt zurück und zerfällt, die Seele geht zu den Göttern und trifft auf schon verstorbene Menschen.

Eine ganz andere Sicht des Menschen und somit auch des Todes wird ca. 2500 Jahre später von den Existenzialisten vertreten, die sich philosophisch stark mit der Thematik des Todes auseinandergesetzt haben.

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Platon - "Phaidon"

Bild: "Die Schule von Athen" ein Fresko gemalt um 1510 von Raffael für Papst Julius II. im Vatikan 


 

Sehr zu empfehlen sind zu diesem Thema die Sendungen "Delta" des WDR

delta fragt nach dem Umgang mit Sterben und Tod in verschiedenen Weltreligionen und Kulturen und ihren Bildern von einem Leben nach dem Leben. Bestätigen oder widerlegen die Naturwissenschaften, allen voran die Nahtodforschung in der Neurobiologie, die Jahrtausende alten Jenseits-Vorstellungen? Darüber spricht Gert Scobel mit dem Religionswissenschaftler Michael von Brück und dem Arzt Paul W. Schönle.

http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=6914&mode=play