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Selbstmordprävention  

Eine Möglichkeit die Erfahrungen aus der NTE in der Therapie einzusetzen stellt die Selbstmordprävention dar. Einige Therapeuten arbeiten mit diesem Ansatz. In der Literatur wird ein Projekt beschrieben: Das Elias-Projekt von Dr. Phil. Engelbert Winkler.

Es wird die Behandlungsmethode mit NTE anhand eines Falles illustriert. Winkler beschreibt einen, nach dem Selbstmord des Vaters selbst höchst selbstmordgefährdeten Jungen. Da konventionelle Methoden nicht zu positiven Ergebnissen führten entschied er sich die Berichte aus NTEs in einer Geschichte zusammenzufassen (1 Ausführung für Erwachsene, 1 für Kinder). Zusätzlich wurde der Text durch Bilder von Schülern ergänzt. Die Einführung der Geschichte in die schon begonnene Familientherapie veränderte das gesamte Verhältnis zum Tod des Vaters und der Familie untereinander. Der Junge und seine Geschwister konnten nun mit der Mutter über ihre Gefühle sprechen. Selbstmordgedanken nahmen ab. Auch konnte eine Veränderung im Verhalten beobachtet werden. Das aggressive Verhalten der Kinder änderte sich und verwandelte sich in Aussöhnung und gegenseitige Unterstützung. Die Wirkung der Geschichte konnte auch in weiteren Fällen bestätigt werden.

Die Frage ist natürlich wieso sich Menschen umbringen und wie dies im Zusammenhang stehen könnte mit den NTEs. Eine Ausführung zu Suizidalität im Jugendalter finden sie auf dieser Homepage. Beachten Sie dort auch die gute Darstellung zu Ursachen und Erklärungsmodellen. Auf der Seite wird beschrieben, dass Suizid zum Ziel hat vom Problem wegzukommen. Dafür muss aus dem Leben ausgeschieden werden. Davon abzugrenzen ist der Parasuizid, dem keine Todesabsicht zugrunde liegt und als Hilfeschrei oder Drang nach Veränderung der Lebenssituation verstanden wird. Nehmen wir nun an, ein Jugendlicher mit dem Wunsch aus dem Leben zu scheiden, um seine Probleme beenden zu können erfährt von den Nahtoderfahrungen. Hier wird ersichtlich, dass die Probleme nicht einfach zurückgelassen werden können. Dies könnte zu neuem Antrieb und Ansporn führen die Situation wieder in die Hand zu nehmen.

Auch Dr. Bruce Greyson kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass sich das NTEs sich positiv auswirken können. Der Professor an der Universität von Connecticut fand heraus, dass Menschen mit einem Selbstmordversuch und einer NTE während diesem seltener nochmals einen Versuch unternehmen das Leben aktiv zu beenden. Auch andere Untersuchungen ergaben, dass suizidgefährdete Menschen schon allein durch das Wissen um NTEs ihre Absichten öfters aufgaben.

 

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Winker, E. (2003) Guest Editorial: The Elias Project: Using the Near-Death Experience Potential in Therapy. Journal of Near-Death Studies, 22, 77-152.

 

Weitere Informationen zur Selbstmordprävention mit NTEs werden bald vorhanden sein