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Kritik Hirn  

Ein Interessanter Einwand gegen die Vorstellung das Gehirn kontrolliere diese Erfahrung ist folgender; “Wie kann das Gehirn in Momenten höchster körperlichen Not (bei Herzinfarkt, hohem Blutverlust, Kreislaufausfall ect.) die Kapazität aufbringen aus sich selbst heraus Erlebnisse solcher Komplexität und Anforderungen zu erschaffen?“ Wobei es sinnvoller für den Körper wäre alle restlichen Funktionen so gut, wie möglich zu erhalten und den Energiebedarf auf die niedrigste Stufe von Anstrengung zu senken. Untersuchungen wurden bei Patienten mit Herzstillstand gemacht.

Zudem wurde festgestellt, dass auch bei Patienten, deren EEG-Werte sich auf der Nulllinie befinden (keine elektrischen Aktivitäten im Gehirn, d.h. hirntot) trotzdem Nahtoderlebnisse vorkommen. Das EEG zeichnet jedoch erwiesenermaßen Dinge wie Halluzinationen oder den REM-Schlaf auf. Es kann jedoch angenommen werden, dass die bisher entwickelten Geräte nicht sensibel genug sind alle Gehirnaktivitäten genau zu erfassen.

Erstaunlich ist, dass auch blinde Menschen in ihrer Nahtoderfahrung plötzlich „sehend“ werden und über Farben, zum Beispiel der Kleidung der Krankenschwestern und Menschen genau berichten können. Eine Fehlfunktion des Gehirns?

Vielleicht könnte man auch behaupten, dass im Angesicht des Todes der Wunsch unglaublich stark wird einen Halt zu haben in innerhalb des Lebensrückblicks alles Gute des Lebens noch einmal betrachtet werden kann. Wie wir aber aus den Berichten zu Nahtoderlebnissen wissen ist dieser Lebensrückblick keineswegs angenehm. Gute wie schlechte Zeiten werden betrachtet. Gute wie weniger gute Emotionen und Reaktionen des Partners, der Familie und aller Menschen, denen man begegnet ist werden erkannt und selbst erfahren. Es scheint so, als könnte man sein eigenes Handeln nun in der Auswirkung auf andere Menschen betrachten und sehen, was man im Leben getan und manchmal auch „angerichtet“ hat. In manchen Fällen wohl nicht sehr angenehm. Stellen sie sich nur vor sie wären Adolf Hitler.

In vielen anderen, außereuropäischen Kulturen wird die Frage nach einem Wesen außerhalb der Persönlichkeit und des alltäglichen Charakters ganz klar mit „Ja“ beantwortet wird. Es wird sogar angestrebt, den Zustand dieses Wesens, das in der Nahtoderfahrung erfahrbar wird, zu erreichen und sich von seinem Ego in gewisser Weise frei zu machen. Sicher kann die westliche Kultur noch viel davon lernen und auch viele philosophische, psychologische und andere wissenschaftliche Fragen von anderen Standpunkten aus betrachten.

 

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