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Was charakterisiert eine Nahtoderfahrung  

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Folgende Beschreibung einer "typischen" Nahtoderfahrung ist dem Buch "Leben nach dem Tod" von Raymond Moody entnommen. Er beschreibt ein "vollständiges" Erlebnis, wie er es nach Jahren der Forschung mit Nahtoderfahrungen zusammenfassen konnte. Moody betont, dass dieses Erlebnis nie im Ganzen vorkommen würde und von Person zu Person verschieden ist. Eine NTE ist immer eine sehr individuelles Erfahrung, auch wenn die Elemente sehr starke, manchmal überraschende Gemeinsamkeiten aufweisen.

"Ein Mensch liegt im Sterben. Während seine körperliche Bedrängnis sich ihrem Höhepunkt nähert, hört er, wie der Arzt ihn für tot erklärt. Mit einemmal nimmt er ein unangenehmes Geräusch war, ein durchdringendes Läuten oder Brummen, und zugleich hat er das Gefühl, dass er sich sehr rasch durch einen langen, dunklen Tunnel bewegt. Danach befindet er sich plötzlich außerhalb seines Körpers, jedoch in derselben Umgebung wie zuvor. Also ob er ein Beobachter wäre, blickt er nun aus einiger Entfernung auf seinen eigenen Körper. In seinen Gefühlen zutiefst aufgewühlt, wohnt er von diesem seltsamen Beobachtungsposten aus den Wiederbelebungsversuchen bei.

Nach einiger Zeit fängt er sich und beginnt, sich immer mehr an seinen merkwürdigen Zustand zu gewöhnen. Wie er entdeckt, besitzt er noch immer einen „Körper“, der sich jedoch sowohl seiner Beschaffenheit als auch seinen Fähigkeiten nach wesentliche von dem physischen Körper, den er zurückgelassen hat, unterscheidet. Bald kommt es zu neuen Ereignissen. Andere Wesen nähern sich dem Sterbenden, um ihn zu begrüßen und ihm zu helfen. Er erblickt die Geistwesen bereits verstorbener Verwandter und Freunde, und ein Liebe und Wärme ausstrahlendes Wesen, wie er es noch nie gesehen hat, ein Lichtwesen, erscheint vor ihm. Dieses Wesen richtet – ohne Worte zu gebrauchen – eine Frage an ihn, die ihn dazu bewegen soll, sein Leben als Ganzes zu bewerten. Es hilf ihm dabei, indem es das Panorama der wichtigsten Stationen seines Lebens in einer blitzschnellen Rückschau an ihm vorüberziehen lässt. Einmal scheint es dem Sterbenden, als ob er sich einer Art Schranke oder Grenze nähere, die offenbar die Scheidelinie zwischen dem irdischen und dem folgenden Leben darstellt. Doch wird ihm klar, dass er zur Erde zurückkehren muss, da der Zeitpunkt seines Todes noch nicht gekommen ist."

 

 

Als Beispiel für eine solche Erfahrung soll Winfried Aicher stehen. Er hatte vor fünf Jahren ein Nahtoderlebnis, als er einen Herzstillstand auf einem Flug erlitt und konnte reanimiert werden. Ein sehr intensives Erlebnis, das ihn bis heute beschäftigt. Gert Scobel, Moderator der Sendung Delta (3sat) hat mit ihm über dieses Ereignis und die Folgen gesprochen.

Erstaunlich ist vor allem, dass sich die zentralen Elemente unabhängig von Alter, Bildung oder Kulturkreis der Menschen  zeigen. Variieren kann beispielsweise das Lichtwesen, als Engel, Jesus, Buddah oder ein Totemtier bei Naturreligionen. Auch Kinder mit Nahtoderfahrungen konnten von übereinstimmenden Bildern erzählen, wobei man hier hinzufügen könnte, dass Kinder noch keinen stark kultruell, religiös geprägten Hintergrund haben.

 

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Raymond A. Moody

"Leben nach dem Tod. Die Erforschung einer unerklärlichen Erfahrung." 

Homepage Moody:
www.lifeafterlife.com



1996 strahlte das schweizer Fernsehen und 3sat den Film "Mit einem Fuss im Jenseits – Erfahrungen aus dem Reich zwischen Leben und Tod" von Kurt Gloor aus, der sich mit Erfahrungsberichten von Menschen beschäftigt, die ein Nahtoderlebnis erlebten.