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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entstehung von suizidalem Verhalten weder rein biologisch, noch rein gesellschaftlich, noch rein psychologisch erklärt werden kann. Wie wir schon erwähnt haben, handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrer Faktoren, welches wir im jeweiligen Kontext betrachten müssen. 

Da einer suizidalen Handlung immer das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Ausweglosigkeit vorangeht, hängt das Verhalten stark vom inneren Erleben der jeweiligen Person ab. Sowohl biologische (in diesem Fall hirnorganische), als auch gesellschaftliche (von aussen bestimmte) Faktoren beeinflussen dieses Erleben. Aber in erster Linie wird das Erleben gesteuert von der eigenen Verarbeitung der Psyche. Ein junger Mensch ist einerseits sehr abhängig von der Aussenwelt, andererseits versucht er gerade, sich von dieser Abhängigkeit ein Stück weit zu lösen. Insofern spielt das soziale Umfeld eine grosse Rolle. Die Zeit der Pubertät ist auch massiv geprägt von wachstumsbedingten und hormonellen Veränderungen des Gehirnstoffwechsels, ein biologischer Faktor also. Letztendlich bleibt die Erlebniswelt aber eine psychische. Mit einem ausgeglichenen Innenleben können auch erschwerte soziale Bedingungen oder biologische Schwierigkeiten so überstanden werden, dass sie nicht zum Suizid führen.