Literatur
-
Bronisch T. (2007; 5.Auflage): Der Suizid. Ursachen, Warnsignale, Prävention. München, Verlag C.H. Beck oHG
Kurzbeschreibung
Bis zum heutigen Tag ist der Suizid ein Tabu geblieben. Zum Beispiel ist wenig bekannt, daß in der Bundesrepublik schon seit Jahren die Zahl der Suizidtoten die der Verkehrstoten übersteigt. Dieses Buch gibt einen Überblick über die Hintergründe von Suizid und Suizidversuch, und es informiert über Erscheinungsformen, Ursachen, Warnsignale, Prävention und Therapie. Es geht dabei darum, Legenden zu korrigieren und ein sowohl wissenschaftlich haltbares wie auch in der konkreten Krisenintervention hilfreiches Bild von Suizid und Suizidgefährdung zu vermitteln.
-
Bronisch T., Götze P., Schmidtke A., Wolfersdorf M. (2002): Suizidalität. Ursachen, Warnsignale, therapeutische Ansätze. Stuttgart, Schattauer GmbH
Kurzbeschreibung
Suizidalität als Form des Denkens, Erlebens und Verhaltens, die das eigene Leben teils bewusst, teils unbewusst gefährden oder beenden kann, begegnet Psychiatern, Psychotherapeuten und Angehörigen sozialer und medizinischer Berufe mit grosser Brisanz und Häufigkeit in ihrer täglichen Arbeit. Die Autoren dieses Buches diskutieren die Entstehungsbedingungen der Suizidalität mit einem multifaktoriellen Ansatz: Neben biologischen Aspekten werden vor allem soziologische, lerntheoretische und psychodynamische Hintergründe dargestellt und ausführlich erörtert. Im Rahmen der einzelnen Beiträge ziehen die Verfasser die Konsequenzen für das therapeutische Handeln. Ein eigener Abschnitt zu psychiatrischen Krankheitsbildern beleuchtet die Suizidalität vor dem Hintergrund der Depression, der schizophrenen und affektiven Psychosen sowie der Persönlichkeitsstörungen.
-
Käsler-Heide, H. (2001), Bitte hört, was ich nicht sage. München, Kösel-Verlag.
Kurzbeschreibung
Wenn Kinder oder Jugendliche nicht mehr leben wollen, löst das bei Angehörigen und Freunden neben dem ersten Schock viele Fragen aus, verbunden mit Selbstvorwürfen, Unsicherheit und Ängsten: Haben wir nicht alles getan? Was haben wir nicht bemerkt? Wo haben wir versagt? Damit es möglichst gar nicht so weit kommt, hat Helga Käsler-Heide dieses praxisorientierte Buch vollständig überarbeitet und vor allem Präventionsmaßnahmen in den Vordergrund gestellt. Dazu zählt auch das frühzeitige Erkennen eventueller Alarmzeichen, so dass Eltern, Erzieher und Lehrer entsprechend reagieren können. Für den Fall, dass es trotzdem zu einem Selbsttötungsversuch gekommen ist, werden verschiedene Therapieformen für eine kompetente Nachsorge vorgestellt.
-
Klosinski, G. (1999), Wenn Kinder Hand an sich legen. München, Beck.
Kurzbeschreibung
Erleben und begreifen müssen, daß sich ein Kind absichtlich und dauerhaft leichte oder schwere Verletzungen zufügt oder gar versucht, sich selbst zu töten, schockiert Eltern, Freunde und Pädagogen zutiefst. Dies um so mehr, als sie sehr schnell erkennen müssen, daß ohne äußere Hilfe dieses zunächst so unverständliche wie emotional äußerst belastende Verhalten kaum dauerhaft zu beenden ist.
Gunther Klosinski gibt einem differenzierten Überblick über die Ursachen, Motive und Erscheinungsformen selbstverletzenden und selbstzerstörerischen Verhaltens und erläutert die wichtigsten Therapieschritte. Er bietet eine erste Hilfeleistellung, selbstzerstörerisches Verhalten von Kindern und Jugendlichen zu verstehen und sich ihm nicht mehr hilflos ausgesetzt zu fühlen.
-
Ringel, E. (1984), Selbstmord - Appell an die anderen. Eine Hilfestellung für gefährdete und ihre Umwelt. München, Kaiser.
Kurzbeschreibung
Der Wiener Psychiater Erwin Ringel warnt davor, Menschen, die von Selbstmord reden, nicht ernst zu nehmen. Ringel zeichnet ein einprägsames Bild von der seelischen Verfassung derer, die von solchen Plänen gequält werden, und schildert die Hilfen, die Gefährdete von therapeutischer Seite und von Mitmenschen durch größere Aufmerksamkeit und Zuwendung erfahren können.
-
Ruth M. (2002): Utopia Blues. Manie, Depression und Suizid im Jugendalter. Zürich, Verlag Pro Juventute.
Kurzbeschreibung
Der Erfahrungsbericht von Marianne Rutz geht unter die Haut. Ihr Sohn Lucas ist intelligent, begabt und lebensfroh. Er träumt vom Paradies auf Erden, möchte die Welt verändern und Berufsmusiker werden. Doch seine Sehnsüchte und Ideale wachsen ihm über den Kopf, werfen ihn aus der Bahn, treiben ihn über die "Sicherheitslinie" hinaus.Seit den 80er-Jahren haben die jährlichen Neueinweisungen von Jugendlichen in psychiatrische Kliniken sprunghaft zugenommen. Trotzdem wird wenig über psychische Probleme von Jugendlichen gesprochen, was bei betroffenen Eltern zu Isolation führt. Dieses Buch bricht mit dem Tabu und zeigt beispielhaft, wie eine Mutter mit der problematischen Situation ihres Sohnes umzugehen versucht.Beiträge ausgewiesener Fachleute zu den Themen Manie, Depression, Jugendliche in der Psychiatrie, Jugendsuizid und Trauerbewältigung vermitteln wichtige Hintergrundinformationen und praktische Hinweise, die betroffenen Eltern in dieser schwierigen Situation zu Orientierung verhelfen.
-
Schütz, J. (1997), Ihr habt mein Weinen nicht gehört. Hilfen für suizidgefährdete Jugendliche. Stuttgart, Klett.
Kurzbeschreibung
Leider passiert es immer wieder: Ein junger Mensch nimmt sich das Leben. Aber wie erkennt man die Signale? Denn der Selbstmord steht am Ende eines lang andauernden Prozesses. Davor können sich Depressionen und Störungen bemerkbar machen. Was können Eltern und Freunde tun?
Die Autorin und Psychotherapeutin Jutta Schütz weiß aus eigener Betroffenheit, wie leicht man die Signale übersehen kann. Sie lässt betroffene Eltern und Jugendliche zu Wort kommen, informiert über Anzeichen und Hilfsmöglichkeiten und versucht auch Antworten auf das "Warum?" zu finden.
Im ersten Teil des Buches beschreibt sie die Anzeichen und Symptome, danach die Gründe für den Selbstmord wie Liebeskummer, Drogen, Misshandlung usw. Danach erklärt sie, was die Eltern, die Gesellschaft, die Therapie tun können. Im Anhang findet man schließlich Hilfsangebote, Ansprechpartner und Adressen - leider nur für den deutschen Raum.
-
Schwalm P. (2005): Suizidalität von Jugendlichen in der Gegenwartsgesellschaft. Marburg, Tectum.
Kurzbeschrieb
Innerhalb der sozialpädagogischen Fachdiskussion nimmt das Thema Suizidalität von Jugendlichen einen bescheidenen Raum ein. Die vorliegende Arbeit soll diese Lücke schließen, indem sie die sozialpädagogischen Konzepte der Lebensweltorientierung, der Sozialraumorientierung und der Gesundheitsförderung miteinander vergleicht und fragt, inwieweit und ob sie den Erkenntnissen der Suizidologie gerecht werden. Eine besondere Berücksichtigung erfährt dabei die Struktur der sozialpädagogischen Arbeitsbeziehung.
-
Wolfslast, G., Schmidt, K.W. (2005), Suizid und Suizidversuch. München, Beck.
Kurzbeschreibung
Järhlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch eigene Hand als im Straßenverkehr. Unter den etwa 11.000 Männern und Frauen sind viele Jugendliche und auch verhältnismäßig viele alte Menschen. Die Zahl der Suizidversuche wird dabei noch mindestens zehnmal so hoch geschätzt.
Suizid und Suizidversuche bringen alle Betroffenen in Not, die kaum zur Sprache kommt. Wie können sich Helfer einem Suizidenten gegenüber angemessen verhalten, wie gegenüber einem Angehörigen oder einem Hinterbliebenen? Warum fällt Ärzten und Pflegenden der Umgang mit suizidalen Patienten so schwer, und warum sind gerade sie so stark suizidgefährdet?
Der vorliegende Band verbindet die Bewertung des Suizids in Literatur und Geschichte, Medizin und Recht mit ausgewählten Fallsituationen aus dem klinischen Alltag und der modernen Medienwelt. Er will den Blick öffnen für einen hilfreichen Umgang in einer existentiellen Krisensituation.