Symptome

Das pathologische Spielen zeigt keine typische Suchtpersönlichkeit. Die auftretenden Symptome entsprechen denjenigen anderer Suchterkrankungen:
- Häufiges, wiederholtes Spielen
- Die Gedanken drehen sich nur noch um das Glücksspiel
- Verheimlichung des Spielverhaltens gegenüber Familienmitgliedern, Freunden, etc.
- Der Betroffene wird unruhig und die Irritierbarkeit erhöht sich beim Versuch, dem Spieldrang zu widerstehen
- Es folgen kriminelle Handlungen zur Finanzierung des Spielens (z.B Diebstahl)
- Konsum ohne Genuss: Das Suchtmittel wird zum Zwang und der Betroffene glaubt, nicht mehr ohne den Stoff leben zu können.
- Konsum ohne Kontrolle: Der eigene Wille kann das persönliche Verhalten nicht mehr kontrollieren
- Konsum als Flucht- Mittel: Das Spielen als Suchtmittel wird zum Versuch, der Realität und den eigenen Problemen zu entfliehen
- Konsum trotz negativer Erfahrung: Trotz den seltenen Gewinnen und den häufigen Verlusten kann der Betroffene das Spielen nicht einstellen und konsumiert den Stoff immer weiter.
Der Übergang vom Spielspass zur Spielsucht ist kontinuerlich und es wird kaum bemerkt, wann aus Spass Ernst wird. Dieser Vorgang lässt sich in 3 Stadien aufgliedern, wobei nicht jede Phase Voraussetzung für die darauffolgende ist.
1. Phase: Die Abenteuer- oder Gewinnphase
Durch die anfänglichen Gewinne wird der Spieler dazu verleitet, den Erfolg auf sein eigenes Können - also internal - zu attribuieren. Verluste werden beschönigt.
2. Phase : Die Verlustphase
In dieser Phase setzt der Spieler immer öfters Geld ein, das er geliehen bekommt. Es schleicht sich ein "Sich- Distanzieren" von der Familien und Freunden ein. Der Betroffene sieht die Problematik nicht und glaubt, die Schuldensituation wieder in den Griff zu bekommen.
3. Phase: Die Verzweiflungsphase
Das Spielen wird zur Ganztagesbeschäftigung und zu einem zentralen, alles beherrschenden Lebensinhalt der Betroffenen. Daraus können Verluste von Arbeit, Beziehungen und Anerkennung resultieren.
http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/028-013.htm#010
http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?KatId=gd&ArtId=3231&RelArtId=3144