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Sexueller Missbrauch - Wodurch wird ein Mann zum Täter  

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Wodurch wird ein Mann zum Täter?

 

Gesellschaftliche Faktoren

  • Patriarchale Ideologie (männliche Verfügungsgewalt gegenüber Frau und Kind) 
  • Machtungleichheit zwischen Erwachsenen und Kindern
  • Männliche Tendenz emotionale Bedürfnisse zu sexualisieren
  • Kulturelle Darstellung der (weiblichen) Sexualität als Ware (Werbung, Pornographie)
  • Gesellschaftliche Akzeptanz aggressiven Sexualverhaltens bei Männern
  • Erotisierung von Kinderdarstellungen in der Werbung und in Filmen, Zunahme der Kinderpornographie
  • Gesellschaftliche Toleranz gegenüber sexuellem Interesse an Mädchen (Lolita-Mythos, Pädosexualität)
  • Männliche Sozialisation zur Machtausübung und Dominanz gegenüber Schwächeren
  • Geringfügiges Strafverfolgungsrisiko
  • Soziale Toleranz gegenüber abweichendem Verhalten unter Alkoholeinfluss

 

Persönlichkeitsbedingte Faktoren

  • Emotionale Unreife.
  • Flucht in sexuelle Kontakte zum Kind. Diese werden als emotional bereichernd erlebt. Der Täter identifiziert sich emotional mit dem Kind.
  • Gehen meist keine altersangemessene und partnerschaftliche Beziehung zu einer erwachsenen Partnerin ein.
  • Häufig tritt sexuelle Versagensangst und unzureichende soziale Kompetenzen beim Partner auf. 
  • Wenn der Täter selbst Opfer von sexueller Gewalt war, kann er durch frühes Modelllernen die Handlungsweisen übernehmen. Er versucht vielleicht eigene Opfererfahrungen auf diese Weise zu bewältigen bzw. sich zu "rächen".
  • Geringes Selbstwertgefühl.
  • Alkoholeinfluss.
  • Verharmlosung des Schadens.

 

Familiäre und beziehungsbedingte Faktoren

  • Die sozialen Regeln verlieren ihre hemmende Wirkung
  • Mangelnde "inzestvermeidende" Mechanismen (falsches Rollenverständnis von Kindern z.B. PartnerInnenersatz, fehlende Intimität)
  • Keine direkte (leibliche) Verwandtschaft zum Kind
  • Das Kind wird emotional und sozial vernachlässigt
  • Das Kind wird isoliert