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Sexueller Missbrauch - Gefühle der Kinder  

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Wie fühlen sich die betroffenen Kinder?

Die Übergänge von, vom Kind erwünschten Zärtlichkeiten zu sexuellen Übergriffen sind oft fließend. Die Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt, sie sind verwirrt und bestürzt, glauben aber, sich zu täuschen und  hoffen dass, dieses merkwürdige Verhalten des Erwachsenen bald aufhört. Meist getrauen sich die Mädchen und Jungen nicht, sich zu wehren. Dieses Verhalten beruht auf mehreren Gründen, vielleicht lieben sie den Täter , vertrauen ihm oder haben einfach nur gelernt zu gehorchen. Dennoch gibt jedes Kind in dieser Situation Signale des Unwillens und der Abwehr von sich.


Geht der sexuelle Misssbrauch über einen läneren Zeitraum, dann nehmen Angst und Abwehr zu. Der Täter redet dem Kind Schuldgefühle ein. Die Täter sagen Sätze wie, "Du willst das doch auch! Du hast dich nicht gewehrt!" Viele Kinder haben schon früh gelernt, dass Erwachsene immer recht haben, und so suchen sie die Schuld bei sich.


Die Mädchen und Jungen schämen sich, sie glauben, schmutzig zu sein. Auch diese Gefühle werden durch den Täter hervorgerrufen. Mit der Zeit verlieren die Kinder das Vertrauen in andere Menschen und werden zunehmend misstrauisch. Auch verlieren sie das Vertrauen in sich selbst und zweifeln oft an ihrer eigenen Wahrnehmung. Der Täter sagt, "Das ist schön, was wir machen." Das Kind fühlt, " Es ist eklig und tut weh." Da das Kind aber vom Erwachsenen abhängig ist , ist es gezwungen, ihm Glauben zu schenken und denkt: "Er hat recht und ich spinne."


Die betroffenen Kinder sind in ihren Gefühlen häufig hin und her gerissen. Auf der einen Seite erhalten sie vom Täter Aufmerksamkeit, er unternimmt viel mit ihnen, macht Geschenke oder widmet ihnen Zeit. Sie werden gerne verwöhnt verabscheuen die sexuellen Übergriffe aber gleichzeitig. Sie glauben aber, für die Zuwendung "bezahlen" zu müssen.


Die Opfer leben in ständiger Angst und Unsicherheit. Sie fühlen sich hilflos und ohnmächtig den entsetzlichen Übergriffen ausgeliefert und geben sich daran selbst die Schuld. In dieser Situation versucht der Täter, das Kind mit allen Mitteln zu hindern, sich jemanden anzuvertrauen.

 

Die Täter ...

erpressen mit Liebe und Zuneigung

entfremden die Kinder von ihren engsten Vertrauenspersonen 

erschaffen bei den Kindern Schuldgefühle

drohen den Kindern

ängstigen die Kinder

 

 

 

Der Zwang, das schreckliche Geheimnis zu wahren, belastet betroffene Kinder in unerträglich hohem Mass. Wenn hinzukommt, dass im Umfeld der Mädchen und Jungen, z.B. im Kindergarten, in der Schule oder in der Familie nicht angemessen über Sexualität oder Gewalt gesprochen wird, glauben viele betroffene Mädchen und Jungen, sie seien die einzigen, denen sexuelle Gewalt widerfährt. Daher fühlen sich viele Betroffene einsam und allein. Auch wenn sie trotz allem den Mut aufbringen, etwas zu sagen oder anzudeuten, wird ihnen oft nicht geglaubt.