Sexueller Missbrauch - Frauen als Täterinnen
Frauen als Täterinnen von sexueller Gewalt
Lange Zeit setzte man sich nur mit der männlichen sexuellen Gewalt gegenüber von weiblichen Opfern auseinander. Angesichts der Zahlenverhältnisse von männlichen und weiblichen Tätern hatte dies durchaus seine Berechtigung. In den 80er Jahren ging man davon aus, dass 100% der Täter männlich sind. Heutzutage glaubt man jedoch, dass ca. 90% der Täter männlich und 10% weiblich sind. Aber auch diese Zahlen sind leider nur Schätzwerte und beruhen auf Untersuchungen mit kleineren Stichproben.
Forschungen über weibliche Täter wurden in der Bundesrepublik bisher nicht ausreichend durchgeführt. Auch den Mitarbeitern von Beratungsstellen gegen sexuelle Gewalt wurde erst langsam bewusst, dass auch Frauen Kinder sexuell missbrauchen.
Wieso ist so wenig über sexuelle Gewalt durch Frauen bekannt?
Sexuelle Gewalt durch Frauen unterliegt aufgrund von Weiblichkeits- und Mütterlichkeitsmythologien einem sehr großen Tabu. Es ist aber davon auszugehen, dass eine Enttabuisierung dazu beiträgt, eigene Betroffenheit und damit Prävalenz und Phänomenologie bekannt zu machen. Ein weiterer Faktor ist, dass männliche Opfer über die erlebte sexualisierte Gewalt oft nicht sprechen. Außerdem wird sexualisierte Gewalt an einem pubertierenden Jungen durch eine Frau von ihm selbst und von der Gesellschaft oft nicht als sexuelle Ausbeutung angesehen, sondern als ‘Einweihung ins „Mannesalter“ durch eine „erfahrene“ und „reife“ Frau angesehen oder umgedeutet. Deshalb verdrängen männliche Opfer oft Erinnerungen an einen Missbrauch durch Frauen. Sexualisierte Gewalt durch eine Frau ist aber auch für die meisten Jungen eine erhebliche Störung in der psychosexuellen Entwicklung.
Sexualisierte Gewalt durch Frauen ist schwerer wahrzunehmen und aufzuklären, da sie häufig in Pflege- und Fürsorgeverhalten eingebunden ist. Frauen wird ein intensiverer Körperkontakt zu Kindern zugestanden als Männern, und bestimmte Handlungen werden bei Frauen noch als „normal“ angesehen, die bei Männern aber schon als Übergriffe wahrgenommen werden. So kann das Sorge- und Pflegeverhalten von Müttern oder Frauen, wenn es mit sexuellen Übergriffen gekoppelt sein sollte, gut kaschiert werden.
Wieso werden weniger Frauen als Männer zu Tätern sexueller Gewalt?
Durch die Erziehung orientieren sich die Mädchen und Frauen auf ältere, größere und stärkere Partner und zeigen daher kein dominantes Rollenverhalten.
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Auch heute stellen meist noch die Männer den aktiven Part im Herstellen von Sexualkontakten. Die in unserer Gesellschaft fehlende Akzeptanz gegenüber dem „NEIN“ einer Frau führt dazu, dass sich Männer angespornt fühlen, die Frau dennoch zu erobern. Teilweise geht dies soweit, dass sie sich über physische und psychische Grenzen hinwegsetzen. Sie deuten das „NEIN“ um als verdeckten Wunsch nach Sexualität und bestätigen damit die Rollenerwartung an Frauen, sich nicht allzu schnell in Sexualkontakte einzulassen.
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Während Frauen eher durch eine emotionalen Beziehung zum/r Partner/in sexuell erregt werden, sind Männer eher durch Außenreize außerhalb des Beziehungskontextes erregbar (z.B. durch Pornographie).
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Frauen können besser als Männer zwischen Gefühlen von Zuneigung, Zärtlichkeit und sexuellen Gefühlen unterscheiden. Männer neigen dagegen eher dazu nicht-sexuelle Kontakte als sexuelle zu deuten.
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Männer reduzieren häufig positive Zuwendung auf Sexualität.
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Das Selbstwertgefühl von Männern ist stärker auf sexuelle Aktivitäten und Bestätigungen ausgerichtet als bei Frauen.
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Frauen werden schon als Mädchen auf die Mutterrolle hin erzogen und sind daher stärker am Wohlergehen der Kinder interessiert als Männer.
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Frauen werden häufiger als Männer versuchen, Mädchen vor sexuellen Übergriffen zu schützen und ihre eigenen Impulse zu Sexuellem Missbrauch eher unterdrücken.
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Die Geschlechterrollen sehen für Frauen älterer Partner vor und stigmatisieren Beziehungen zwischen älteren Frauen und jüngeren Männern als negativ. Umgekehrt werden Sexualkonzepte oder Heirat zwischen älteren Herren und minderjährigen Mädchen toleriert und partiell sogar glorifiziert und als persönlicher, besonders männlicher Erfolg bewertet.
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Konfliktbewältigungen von Frauen und Mädchen erfolgen häufig autoaggressiv und instrumentell. Die Reinszenierung eigener Opfererlebnisse erfolgt selten durch die Einnahme der Täterinnenrolle.
Diese Ausführungen sollen Frauen nicht als die ‘besseren Menschen’ hinstellen, sondern Verhalten im Kontext gesellschaftlicher Bedingungen aufzeigen.
Der Sexuelle Missbrauch beginnt im Kopf und nicht im Penis! Deshalb werden von der medizinischen oder pharmazeutischen Kastration zwar Ärzte und Pharmazeuten reich, aber unsere Kinder bleiben sexualisierter Gewalt weiter ausgesetzt, denn der Täter braucht keine Erektion, um ihnen sexuelle Gewalt anzutun!