Sexueller Missbrauch - Anzeichen
Mögliche Anzeichen für geschehenen Missbrauch
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Kinder sprechen offen über den Missbrauch
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Kinder machen Andeutungen
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Kinder verhalten sich plötzlich anders, sie werden besonders ruhig oder lebhaft, weinerlich, aggresiv, anhänglich, abweisend etc.
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Kinder wollen beim Turnen oder Schwimmen nicht mehr mitmachen, sie wollen sich vor anderen nicht mehr umziehen
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Kinder haben plötzlich Albträume, nässen wieder ein, kauen Nägel, verletzen sich selbst
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Kinder bekommen plötzlich Lernschwierigkeiten
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Kinder sind oft krank, haben Ausschläge oder Infektionen im Mund- oder Genitalbereich
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Kinder spielen mit anderen Kindern oder mit Puppen sexuelle oder gewaltgeprägte Szenen
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Kinder zeichnen überwiegend dunkle und bedrohliche Bilder
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Kinder zeigen Verletzungen im Gesicht oder am Kopf, im Genitalbereich, Kratzspuren und Brandwunden
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Kinder haben eine verkrampfte Körperhaltung
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Kindern stottern unerwartet oder haben andere Sprachstörungen
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Kinder fallen durch Essstörungen oder Unterernährung auf
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Kinder leiden unter Schlafstörungen
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Kinder sind bei körperlicher Annäherung auffällig schreckhaft
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Kinder neigen zum Selbstmordversuch
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Kinder tendieren zu Drogenkonsum
Wodurch fallen missbrauchte Jungen auf?
Die meisten Jungen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, fallen zunächst nicht auf. Viele werden still und ziehen sich zurück. Doch dieses Signal wird meist nicht verstanden.
Jungen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind, werden häufig nur dann beachtet, wenn sie massiv aggressiv werden oder durch Übergriffe Aufmerksamkeit wecken (Mädchen an die Brust / an die Genitalien greifen, Jungen an die Hoden fassen, Mädchen oder schwächere Jungen vergewaltigen).
Manche Jungen arbeiten also erlebte sexuelle Gewalt auf (der Fachbegriff dafür ist Reinszenierung), indem sie in die Täterrolle schlüpfen. Dieser Fall tritt allerdings nicht zwangsläufig ein. Sind die auffälligen Jungen aber noch sehr jung, liegt die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie Erlebtes auf diesem Weg verarbeiten.
Jungen müssen in diesem Fall unbedingt Hilfe erhalten. Dies heißt nicht, dass man ihre Taten entschuldigt oder bagatellisiert. Die Grenzen sind dort klar zu ziehen, wo Jungen deutlich "Täterverhalten" zeigen.