„Pain is a more terrible lord of mankind than even death itself“
(Albert Schweitzer)
Schmerzen bei Krebserkrankungen: die Rolle, die Psychologen zukommen kann
Die begleitenden Schmerzen gehören zu den am stärksten belastenden Elementen von Krebserkrankungen. Während in den ersten Phasen einer Krebserkrankung nur einer von zehn Patienten unter Schmerzen leidet, die ihn in Stimmung und Aktivitäten einschränken, leidet durchschnittlich die Hälfte aller Patienten im mittleren Krankheitsstadium an mäßigen bis starken Schmerzen. Im Endstadium leiden mehr als 75 % der Patienten an starken bis äußerst starken Schmerzen (Patt&Lang, 2004). Diese Arbeit betrachtet drei Aspekte von Schmerzen in Krebskrankheiten. Erstens soll verdeutlicht werden, dass Schmerzen, die intensivsten aller sensorischen Empfindungen, ein von psychischen Komponenten niemals losgelöstes Phänomen sind und dass Schmerzen sich indirekt auf eine Reihe oftmals missachteter Faktoren auswirken, so dass Schmerz-Behandlung als ein essentieller Bestandteil der Therapie angesehen werden sollte. Zweitens möchte ich ein Vorurteil kritisch betrachten, durch welches eine effektive Schmerzbehandlung in vielen Fällen behindert wird: die Idee, dass ärztlich verschriebene Opiade die Patienten zu Drogenjunkies machen würden. Ich will zeigen, dass dieses Vorurteil nicht angemessen ist. Drittens will ich auf eine praktische Implikation der Einsicht über die Nicht-Trennbarkeit psychologischer und somatischer Prozesse eingehen, indem ich einige einfache psychologische Interventionsmethoden beschreiben werde, die darauf zielen, die Schmerzwahrnehmung der Patienten zu beeinflussen und ihr Leiden zu mindern. Weiter->
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