Übung: Gefühle trainieren
Prüfe dein Wortschatzwissen!
Hier findest du zwei Lückentexte, die von Konflikten oder Mobbing handeln. Dabei fehlen einige Adjektive, die beschreiben, wie etwas ist oder wie sich eine Person fühlt. Beim Ausfüllen der Lücken kann dir das ABC der Gefühle und Adjektive eine Hilfe sein. Oft sind mehrere Lösungen möglich. Bei unserem Lösungsvorschlag wird dir im Anschluss einfach eine der Alternativen präsentiert. Wenn du mit deiner Lösung unsicher bist, so frage am besten eine andere Person, ob sie deine Lösung als richtig empfindet.
Falls du den Lückentext ausdrucken möchtest, um ihn Auszufüllen, klicke hier.
Situation 1
Claudia und Melanie sind seit langer Zeit gute Freundinnen. Wenn sie zusammen sind, lachen sie viel und haben es . Seit den letzten Sommerferien hat sich aber einiges verändert. Eine neue Mitschülerin, Lia, ist in ihre Klasse gekommen und seither verbringt Melanie mehr Zeit mit ihr als mit Claudia. Deshalb ist Claudia sehr . Sie ist und findet, dass Melanie sie einfach so links liegen lässt. Besonders wird es für Claudia, als in der Schule Zweier-Teams gebildet werden und Melanie die Neue als Partnerin wählt und Claudia am Schluss alleine übrig bleibt. Nun beschliesst Claudia, mit Melanie das Problem unter vier Augen zu besprechen.
Claudia:
„Ich möchte mit dir gerne über Lia und unsere Freundschaft sprechen. Wir zwei waren doch bisher immer zusammen. Da hat es mich sehr , als du in der Schule bei der Zweierarbeit Lia gewählt hast. Am Schluss war ich ganz alleine. Ich fühlte mich und . Dabei dachte ich, dass du mich nicht mehr so magst.“
Melanie: (Überlegt eine Weile)
„ Das tut mir Leid, wenn das bei dir so angekommen ist. Ich finde dich weiterhin sehr und möchte dich als Freundin haben. Nur weiss ich, dass es für Lia als Neue in der Klasse nicht ist, gleich Anschluss zu finden. Sie stand oft und im Pausenhof und da dachte ich, dass ich auch mal mit ihr arbeiten könnte. Dabei habe ich auch gemerkt, dass sie eine Person ist. Ich denke, wir könnten es auch zu dritt haben. Was meinst du, wollen wir uns mal mit ihr treffen?“
Claudia:
„Ich fühle mich sehr . Nun gut, wir können gerne mal zu dritt abmachen. Ich würde es aber finden, wenn wir ab und zu auch zu zweit etwas unternehmen könnten.“
Melanie:
„Abgemacht.“
Nach diesem Gespräch haben sich die Mädchen wieder .
Lösung Situation 1
Claudia und Melanie sind seit langer Zeit gute Freundinnen. Wenn sie zusammen sind, lachen sie viel und haben es lustig/gut/schön. Seit den letzten Sommerferien hat sich aber einiges verändert. Eine neue Mitschülerin, Lia, ist in ihre Klasse gekommen und seither verbringt Melanie mehr Zeit mit ihr als mit Claudia. Deshalb ist Claudia sehr traurig/wütend/verärgert. Sie ist enttäuscht/traurig/wütend/verärgert und findet, dass Melanie sie einfach so links liegen lässt. Besonders schlimm/schwierig wird es für Claudia, als in der Schule Zweier-Teams gebildet werden und Melanie die Neue als Partnerin wählt und Claudia am Schluss alleine übrig bleibt. Nun beschliesst Claudia, mit Melanie das Problem unter vier Augen zu besprechen.
Claudia:
„Ich möchte mit dir gerne über Lia und unsere Freundschaft sprechen. Wir zwei waren doch bisher immer zusammen. Da hat es mich sehr verletzt/“weh getan“/enttäuscht, als du in der Schule bei der Zweierarbeit Lia gewählt hast. Am Schluss war ich ganz alleine. Ich fühlte mich einsam und ausgestossen. Dabei dachte ich, dass du mich nicht mehr so magst.“
Melanie: (Überlegt eine Weile)
„ Das tut mir Leid, wenn das bei dir so angekommen ist. Ich finde dich doch weiterhin sehr nett/cool und möchte dich als Freundin haben. Nur weiss ich, dass es für Lia als Neue in der Klasse nicht leicht (einfach) ist, gleich Anschluss zu finden. Sie stand oft hilflos und scheu/alleine im Pausenhof und da dachte ich, dass ich auch mal mit ihr arbeiten könnte. Dabei habe ich auch gemerkt, dass sie eine aufgestellte/nette/coole/lustige Person ist. Ich denke, wir könnten es auch zu dritt spassig/gut/schön haben. Was meinst du, wollen wir uns mal mit ihr treffen?“
Claudia:
„Ich fühle mich sehr erleichtert. Nun gut, wir können gerne mal zu dritt abmachen. Ich würde es aber schön finden, wenn wir ab und zu auch zu zweit etwas unternehmen könnten.“
Melanie:
„Abgemacht.“
Nach diesem Gespräch haben sich die Mädchen wieder versöhnt/vertragen.
Situation 2
Mario war , denn er hatte eine schlechte Mathe-Note erhalten. Das alleine wäre aber noch nicht so gewesen. Vielmehr hatte es ihn , als er in der Schule aufgerufen worden war und er nur herumstotterte und die Antwort nicht wusste. Da fingen nämlich alle an zu lachen und einer sagte sogar noch:
„ Hey, Mario! Der Kindergarten ist gleich nebenan. Ach nein, du kannst ja nicht mal sprechen – vielleicht versuchst du es mal im Behindertenheim…“
Das Gelächter war . Mario war diese Situation sehr und . Er fühlte sich von den anderen gemacht. Schliesslich wurde er ganz rot im Gesicht und seine Scham ging in Wut über. Am liebsten hätte er alles kurz und klein geschlagen, um seiner Wut Ausdruck zu verleihen. Doch Mario sprach sich selber zu und versuchte, sich zu entspannen. Inzwischen hatte der Lehrer interveniert und das Gelächter gestoppt.
Nach der Schule ging Mario auf den Lehrer zu, um seine Situation zu erklären. Mario selber fühlte sich und mit seiner Opferrolle in der Klasse. Der Vorfall war nicht der einzige dieser Art gewesen. Mario wurde von den andern grundsätzlich ausgestossen und nicht behandelt. Die Lage war für ihn nun so , dass er etwas ändern wollte. Zum Lehrer zu gehen brauchte einiges an Überwindung, doch durch das Gespräch fühlte er sich nun etwas . Der Lehrer hatte ihm versprochen, gezielt etwas mit der Klasse zu unternehmen und Mario zu unterstützen.
Jetzt konnte Mario etwas in die Zukunft schauen.
Lösung Situation 2
Mario war frustriert/traurig/enttäuscht von sich, denn er hatte eine schlechte Mathe-Note erhalten. Das alleine wäre aber noch nicht so schlimm gewesen. Vielmehr hatte es ihn erniedrigt/deprimiert, als er in der Schule aufgerufen worden war und er nur herumstotterte und die Antwort nicht wusste. Da fingen nämlich alle an zu lachen und einer sagte sogar noch:
„ Hey, Mario! Der Kindergarten ist gleich nebenan. Ach nein, du kannst ja nicht mal sprechen – vielleicht versuchst du es mal im Behindertenheim…“
Das Gelächter war unerträglich. Mario war diese Situation sehr unangenehm und peinlich. Er fühlte sich von den anderen klein gemacht. Schliesslich wurde er ganz rot im Gesicht und seine Scham ging in Wut über. Am liebsten hätte er alles kurz und klein geschlagen, um seiner Wut Ausdruck zu verleihen. Doch Mario sprach sich selber gut zu und versuchte, sich zu entspannen. Inzwischen hatte der Lehrer interveniert und das gemeine Gelächter gestoppt.
Nach der Schule ging Mario auf den Lehrer zu, um seine Situation zu erklären. Mario selber fühlte sich hilflos und überfordert mit seiner Opferrolle in der Klasse. Der Vorfall war nicht der einzige dieser Art gewesen. Mario wurde von den andern grundsätzlich ausgestossen und nicht respektvoll behandelt. Die Lage war für ihn nun so schlimm, dass er etwas ändern wollte. Zum Lehrer zu gehen brauchte einiges an Überwindung, doch durch das Gespräch fühlte er sich nun etwas beruhigt. Der Lehrer hatte ihm versprochen, gezielt etwas mit der Klasse zu unternehmen und Mario zu unterstützen. Jetzt konnte Mario etwas optimistischer in die Zukunft schauen.
Zur Übersicht.