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Leistungsstress und Prüfungsangst  

Einleitung

Prüfungsstress verbinden viele Menschen mit unserer modernen Leistungsgesellschaft. Dass solche Ängste die Menschheit jedoch schon länger plagen erfährt, wer nach älteren Quellen sucht. Dass diese Angst so alt ist, wie die Prüfungen selbst, zeigt unter anderem das folgende Zitat des deutschten Staatsrechtlers Robert von Mohl von 1869:

„ Als ein ... Nachteil der strengen und folgenreichen Prüfungen scheint die Angst und Qual, welche die Aussicht auf sie erzeugt und so Vielen die schönsten Jugendjahre verdirbt. Tausenden sind sie jahrelang ein Schrecken, und Jeder, der sie durchgemacht hat, wird nicht sowohl die kurze Entstehung selbst als die Vorbereitungszeit für einen der bangsten und dumpfsten Abschnitte seines Lebens erklären. Wie Mancher hat den Muth nicht gehabt, sich dieser Tortur zu unterwerfen, und ist dadurch für sein ganzes Leben verkommen und aus jeder nützlichen Beschäftigung geworfen worden, obwohl es ihm vielleicht nicht einmal an den nöthigen Kenntnissen fehlte. Allein je länger er es in seiner Angst anstehen liess, desto steiler wurde der Berg, über den er weg sollte. Dazu nehme man noch die bange Besorgnis der Familien, deren ganzes irdisches Glück vielleicht von dem Erfolge einer Prüfung abhängt; die Thränen der verwittweten Mutter, der verwaisten Schwester, der Braut, wenn es unglücklich ablief! .... Es ist hart, wenn ein Mann gegen dreissig Jahre alt wird, ehe er seine letzte Prüfung machen kann, er also weit über die Hälfte des durchschnittlichen Lebens hinaus unter dem Damoklesschwert bleibt.“ (S. 256 zitiert nach Prahl, 1979, S. 9).

Mag es auch nicht jeder so dramatisch empfinden, als eine "Quelle der Befriedigung, der Bestätigung und der Leistungsfreude“ (Däumling, 1968) dürften Prüfungen von den wenigsten wahrgenommen werden. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie Prüfungsängste entstehen und - für die meisten Leser wohl wichtiger - was dagegen getan werden kann. Zu letzterem möchte Ich Ihnen gerne drei Behandlungsformen vorstellen, die sich in mehreren wissenschaftlichen Studien als wirksam herausgestellt haben, die Kognitive Umstrukturierung, die Konfrontation bei Ängsten und ein Lernstrategietraining.

Literatur

Selbsthilfe:

Effektiv denken - Effektiv lernen von Fabian Grolimund

 

Um effektiv und effizient lernen zu können, braucht es mehr als nur gute Lerntechniken. Entscheidend für einen gesunden und erfolgsversprechenden Umgang mit Lern- und Leistungsanforderungen ist eine realistische, aber konstruktive Einstellung.

Wie man sich eine gesunde Einstellung erarbeiten und Lerntechniken effizient einsetzen kann, zeigt dieses Buch.

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