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Täter häuslicher Gewalt in Partnerschaften  

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Häusliche Gewalt ist Gewalt unter erwachsenen Menschen, die in einer engen sozialen Beziehung stehen oder standen.

Kennen Sie das?

Um sich zu Hause durchzusetzen...

...beschimpfen, erniedrigen und drohen Sie?

...zerstören Sie Gegenstände oder verletzen Sie andere damit?

...schlagen und verletzen oder versetzen Sie ihre Angehörigen in Angst?

Dann sind Sie auf dieser Seite genau richitg! Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Leider ist häusliche Gewalt weltweit die verbreitetste Menschenrechtsverletzung und eine der häufigsten Gesundheitsschädigungen und Todesursachen bei Frauen (Parliamentary Assembly of the Council of Europe, 2002, zitiert nach Greber, 2007).

"Gewalt macht krank! Machen Sie den ersten Schritt in eine gewaltfreie Zukunft."

Im folgenden finden Sie Informationen zu:

Formen der Gewalt

Es werden fünf Formen der Gewalt unterschieden. Diese können isoliert oder zusammen auftreten. Im folgenden finden Sie eine Auswahl an Beispielen, welche die verschiedenen Formen veranschaulichen und mit Weiteren ergänzt werden könnten. Die körperliche Gewalt beinhaltet schlagen mit und ohne Gegenstände, schütteln, beissen, würgen bis hin zu Tötungsdelikten. Eine weitere Form ist die sexuelle Gewalt, welche das Zwingen zu sexuellen Handlungen und Vergewaltigungen mit einschliesst. Das Spektrum der psychische Gewalt umfasst beschimpfen, erniedrigen, drohen, beleidigen und demütigen. Dazu gehört auch das Erzeugen von Schuldgefühlen, Einschüchterung, Kinder als Druckmittel benutzen und das Auflauern nach einer Trennung. Die soziale sowie die ökonomische Gewalt sind Untergruppen der psychischen Gewalt. Diese zielen darauf ab, das Opfer zu kontrollieren und seinen freien Willen zu unterdrücken. Erstere setzt sich aus verschiedenen Einschränkungen im sozialen Leben einer Person zusammen, wie zum Beispiel Bevormundung, Verbot oder strenge Kontrolle von Kontakten sowie Einsperren. Letztere beinhaltet Geld entziehen, verbieten zu arbeiten und zu einer Arbeit zu zwingen.     

Beziehungskonflikt oder häusliche Gewalt

Es ist wichtig zwischen Partnerschaftskonflikten und häuslicher Gewalt zu unterscheiden. Wenn häusliche Gewalt fälschlicherweise als private Angelegenheit der Beteiligten verstanden wird, kann dies einschneidende Folgen nach sich ziehen. Häusliche Gewalt ist einerseits von einem deutlichen Machtgefälle und andererseits von einem systematischen Machtmissbrauch geprägt. Ein solcher Machtmissbrauch besteht darin, dass der Täter die Abhängigkeit des Partners systematisch ausnützt. Der Machtmissbrauch und die Ausübung von Kontrolle über den Partner kann kurz oder langfristig starken Schaden zufügen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, damit bei einer Hilfeleistung nicht auf falsche Grundannahmen aufgebaut wird (zum Beispiel einer gleichberechtigten Beziehung), sondern auf das Grundproblem, das verheerende Machtgefälle, fokussiert wird. 

Männer als Täter

Zuallererst sollte klargestellt werden, dass jegliche Zahlen und Statistiken, die hier aufgeführt werden, kritisch betrachtet werden müssen und nur beschränkt Auskunft geben. Eine korrekte Angabe von Zahlen ist aufgrund verschiedener Faktoren unmöglich. Darunter fallen unter anderem emotionale Faktoren wie Schuld oder Scham, die Täter bzw. Opfer davon abhalten Auskunft zu geben.

Hellfeld-Untersuchungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich ergaben, dass  Männer vermehrt Täter, Frauen vermehrt Opfer häuslicher Gewalt darstellen. So geben unterschiedliche Untersuchungen an, dass 85 bis 95% der Täter häuslicher Gewalt Männer sind.

Täter leiden meist selber an der Gewalt, die sie ausüben. Nicht wenige dieser Männer haben Depressionen, als Begleitsymptome von Angst und Aggression. Sie haben Angst von der Partnerin verlassen oder angezeigt zu werden. Sie leiden unter Schuld- und Schamgefühlen. All diese Gefühle wurden durch ihr gewalttätiges Verhalten hervorgerufen. Man könnte nun davon ausgehen, dass diese Männer Hilfe suchen. Dies ist aber nicht so. Denn für die meisten betroffenen Männer ist es mit ihrem Selbstbild nicht vereinbar ein Problem zu haben, geschweige denn sich Unterstützung zu holen. Man(n) möchte ja "alles im Griff" haben. Stattdessen bedienen sich die Täter bestimmter kognitiver Strategien um mit ihren Gefühlen umzugehen. Diese Strategien werden Neutralisierungsstrategien genannt, dass heisst er versucht, durch bestimmte Gedanken und Aussagen, sein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen. Hier können Sie die unterschiedlichen Neutralisierungsstrategien abrufen. Vielleicht erkennen Sie ja manche als ihre eigenen wieder. Auch wenn diese Strategien ganz verschieden erscheinen, so führen sie doch alle dazu, die durch den Gewaltakt entstandene Gefühle zu neutralisieren. Ist so eine Ummodulierung der Gefühle erfolgt, fühlt sich der Täter nicht mehr verantwortlich für sein tun und hält es dadurch auch nicht mehr für nötig, Hilfe zu konsultieren. 

Täter häuslicher Gewalt sehen sich, nach gewissen angewendeten Strategien (wie z.B. den Neutralisierungsstrategien) und Fehleinschätzungen des Risikos, in der Lage, sich und ihre Umwelt wieder völlig kontrollieren zu können. Doch schon beim nächsten Streit werden sie wieder Gewalt anwenden. Sie haben das Gefühl, von dem Zwang "reinzuschlagen", beherrscht zu sein. Jede heikle Situation innerhalb einer Partnerschaft führt bei diesen Männern zur Gewalttat. Das heisst zugleich, dass sie selber die volle Verantwortung für ihr Handeln tragen. Sie sind es, die in solchen Situationen mit Gewalt reagieren. Und egal wie heikel ein Situation sein mag: Gewalt kennt keine Entschuldigung. Durch ihre Anwendung macht man sich straffällig und zerstört gleichzeitig das Vertrauen und damit auch die Beziehung zu seiner Partnerin. 

Diese Einsicht ist wichtig für jeden Täter, um der Gewalt ein Ende setzen zu wollen und zu können. Häusliche Gewalt unterliegt nämlich einem Kreislauf, der nur schwer zu durchbrechen ist. Durch Konflikte (1) findet ein Spannungsaufbau statt, meist mit kleineren Übergriffen. Darauf folgt die Gewalthandlung (2). Hier kommt es zu einem akuten, unkontrollierbaren Ausbrucht, der zur Spannungsentladung führt. Die unmittelbare positive Konsequenz ist die Erleichterung (3) seitens des Täters, dem aber schnell die schon genannten negativen Gefühle wie Schuld oder Entsetzen (4) über das eigene Handeln folgen. Daraufhin kommt es zu Wiedergutmachungshandlungen, die Täter bereuen ihre Tat und versuchen mit Entschuldigungen (5) und Geschenken die Beziehung wieder zu "kitten". Durch das darauf folgende Schweigen (6) wird der Frustpegel langsam wieder erhöht (7) bis zum nächsten Streit, wo der aufgestaute Ärger in der Gewalt seine Entladung findet. Dieser Teufelskreislauf ist wirklich teuflisch, denn er zieht verherrende negative Folgen für sowohl das Opfer als auch den Täter mit sich. Verlust des Vertrauens der Partnerin, Trennung der Partnerin und Selbstwertprobleme wegen Gewalthandlungen sind nur ein paar der unzähligen negativen Konsequenzen.

Warum ist es dennoch so schwer der Gewalt ein Ende zu setzen? Ein Grund dafür ist sicherlich die unmittelbare positive Konsequenz, nämlich die Erleichterung durch die Spannungsentladung. Ausserdem hat Man(n) gelernt, dass er mit Gewalt den Streit "gewinnt". Er bekommt was er wollte. Dadurch findet eine Art Konditionierung statt, d.h. der gewaltätige Mann lernt, dass er mit Gewalt seinen Willen durchsetzen kann. Deshalb ist die Einsicht in die viel verherrenderen langfristigen negativen Konsequenzen von essentieller Bedeutung für den Ausstieg aus dem Teufelskreislauf.

Ein Artikel der "Neuen Luzerner Zeitung" im "Wochenendmagazin plus" berichtet über drei Männer, die ihrer Partnerin gegenüber gewalttätig waren. Der Artikel zeigt auf, dass die Männer oft selber über ihre Taten schockiert sind und ihre Gewalt in den Griff bekommen möchten...und mit professioneller Hilfe auch können. Der Artikel ist hier abrufbar.

Männer als Opfer oder: Wenn Frauen Gewalt anwenden

Ist von häuslicher Gewalt die Rede, denkt man fast automatisch an einen Mann, der seine Frau oder Kinder schlägt. Dass Männer hingegen von ihrer Partnerin Gewalt erfahren, entspricht nicht dem üblichen Rollenstereotyp und verstösst gegen gängige Denkmuster. 

Die betroffenen Männer schämen sich und es ist ihnen peinlich darüber zu sprechen. Meist fühlen sie sich gedemütigt und hilflos. Diese Gefühle der Ohnmacht und Angst gelten als unmännlich, genau so wie sich nicht zu wehren oder nicht der Stärkere zu sein. Aus diesem Grund verschweigen männliche Opfer die Vorfälle sehr häufig oder verdrängen sie gar. Nicht selten verharmlosen sie diese auch, wie: "Ich habe sie provoziert" oder "so schlimm ist das nun auch wieder nicht". Sie nehmen die Partnerin in den Schutz und zeigen dadurch typisches Opferverhalten. Deshalb ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass die Dunkelziffer als sehr hoch eingestuft wird und man an Zahlen oder Statisitken über die Vorkommenshäufigkeit nur sehr schwer gelangt. Dies auch, weil für Männer die Schwelle, eine Beratungsstelle aufzusuchen, sehr hoch liegt, ganz nach dem Motto: "Ein richtiger Mann löst seine Probleme selbst". Gesamtschweizerisch liegen keine Zahlen vor, jedoch für den Kanton Zürich. Laut diesen Zahlen werden Männer in 20% aller Fälle zum Opfer häuslicher Gewalt.

Werden Frauen zu Täterinnen, wenden sie physische als auch psychische Gewalt an. Das Spektrum reicht von Schlagen, Kratzen, Beissen, Werfen von Gegenständen, absichtlichem Zerstören von persönlichen Dingen, Drohungen, Einsperren oder Beschimpfen.

Über Täterinnen ist im allgemeinen nur sehr wenig bekannt, weil die meisten Fälle gar nicht bekannt werden und in den eigenen vier Wänden bleiben. Psychologen gehen jedoch davon aus, dass Frauen die Gewalt anwenden, häufig unter psychischen Problemen wie z.B. einer Schizophrenie oder einer Persönlichkeitsstörung leiden. Keinesfalls darf dies als notwendige Bedingung gesehen werden, sondern höchstens als einen risikoerhöhenden Faktor. Als weitere mögliche Ursache gilt, dass Frauen die gewalttätig sind, meistens selbst Opfer von Gewalt wurden (meistens in der Kindheit) und diese negative Erfahrung an den Partner oder an ihre Kinder "weitergeben". Als weiterer Grund kann ein befürchteter Machtverlust in der Beziehung gesehen werden: Die Frau verschafft sich dur die ausgeübte Gewalt die für sie nötige Macht und Kontrolle. Eine weitere mögliche Ursache sehen Experten in Suchtproblemen.

Trotz der Gewalt die Männer in einer Beziehung erfahren, bleiben sie häufig bei ihrer Partnerin. Es gibt zahlreiche Gründe, warum sie diese Situation ausharren, z.B. Verlustängste (gerade bei Kindern, da das Sorgerecht in der Regel der Mutter zugesprochen wird) oder das Befürchten einer Eskalation der Gewalt.

Es ist wichtig, dass sich auch Männer die Opfer von Gewalt werden, Hilfe holen, denn sich helfen zu lassen ist keine Schwäche, sondern zeugt von Einsicht und Mut! 

Gewaltfördernde Lebensumstände

Häusliche Gewalt bzw. Gewalt innerhalb Partnerschaften existiert in allen sozialen Schichten. Die Faktoren, die mit dieser Gewalt in Verbindung stehen sind schwierig zu determinieren. Es existieren zum Teil gegenläufige Befunde. Allerdings tauchen der Alkoholkonsum (1) und der kulturelle Hintergrund (2) immer wieder als Ursachen bzw. Auslöser häuslicher Gewalt auf. Der zweite Faktor steht vor allem mit dem Mann als Täter in Verbindung.

(1) Verschiedene Erhebungen in der Schweiz ergaben, dass zwischen 37% und 41% der Fälle häuslicher Gewalt Alkohol im Spiel ist. In 20% bis 30% wird dem Alkohol dabei sogar die entscheidende Rolle zugeteilt. In der Regel sind die es die männlichen Täter, die alkoholisiert sind. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Täter und das Opfer alkoholisiert sind. Dabei ist wichtig zu beachten, dass Alkohol zwar zu einer verminderten Selbstkontrolle führt, jedoch nicht per se zu erhöhter Aggressivität führen muss.

(2) Für eine Frau gelten der kulturelle Hintergrund als Risiko Opfer häuslicher Gewalt zu werden. In einer breit angelegten Studie in Deutschland resultierte unter anderem, dass der Gesamtdurchschnitt der erlebten körperlichen und/oder sexuellen Gewalt an Frauen durch ihren Partner bei 40% liegt, bei türkischen Migrantinnen bei 47%. Besonders auffällig ist die Differenz bei der erlebten schweren körperlichen Gewalt wie Würgen, Verprügeln oder Todesdrohungen. Türkische Frauen sind davon fast doppelt so häufig betroffen wie deutsche Frauen. Ein Grund für diesen Unterschied sind sicherlich Beziehungsmerkmale, die im Zusammenhang mit Gewalt stehen und für die türkischen Migrantinnen besonders häufig zutreffen. Diese Merkmale werden nachfolgend aufgeführt.

Folgende Merkmale zeichnen Gewalt-Beziehungen aus: a.) Statusunterschied und Statusverlust (Männer werden besonders dann gewalttätig gegenüber seiner Partnerin, wenn diese einen höheren beruflichen Status haben. Dadurch sehen gewalttätige Männer ihre dominante Rolle in Gefahr und greifen zu Kompensationshandlungen.), b.) Machtgefälle (je mehr Lebensbereiche wie Urlaub oder Wohnung vom Mann dominiert sind, desto höher ist das Gewaltrisiko), c.) Abhängigkeit (subjektive Abhängigkeit steht in Zusammenhang mit leichter Gewalt, objektive Abhängigkeit mit schweren Gewalttaten. Sie verhindert, dass das Opfer den gewalttätigen Partner verlässt), d.) soziale Isolation (kann sowohl als Begleitfaktor, als auch als Folge häuslicher Gewalt gesehen werden. Täter isolieren ihre Opfer häufig, wodurch die Opfer abhängiger von ihrem Täter werden und ihre Isolation gestärkt wird.), e.) Konflikte, Belastungen und Stress (viele Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang von Gewalt in Partnerschaften mit dessen Konflikten und Belastungen. Dazu gehört u.a. Arbeitslosigkeit, Unzufriedenheit mit der Lebenssituation, Unstimmigkeiten oder auch hohe Werte auf einer Skala der Stressbelastung. Je mehr Kriterien für Paare zutreffen, desto höher ist das Gewaltrisiko.).

Eine wichtige Frage gilt es noch zu klären: Wieso führen die genannten Belastungsfaktoren nur bei manchen Paaren zu Gewalt?

Eine bedeutende Antwort auf diese Frage sind Unterschiede in persönlichen Risikofaktoren. Darunter fallen a.) biographische Lebenserfahrungen (Erlebnisse mit Gewalt zwischen den Eltern in der Herkunftsfamilie steht in Verbindung mit späterem Täter bzw. Opfer sein von häuslicher Gewalt), b.) unangemessener Umgang mit negativen Gefühlen (unerträglich erscheinende negative Gefühle wie z.B. Eifersucht enden hierbei in Gewaltanwendung um den Gefühlszustand zu beenden und die Kontrolle wiederzuerlangen), c.) geringe Beziehungs-Kompetenzen (besonders hervorzuheben sind hier Defizite in der Kommunikation, da dadurch leicht Missverständnisse auftreten und Frust angesammelt wird), d.) instabiles Selbstwertgefühl (trotz der Brutalität erscheinen viele Täter hilflos, ängstlich und unsicher) und e.) lernen am Erfolg (Täter werden meist belohnt, indem ihre Gewalthandlung zur Beendigung des unangenehmen Zustandes führen. Diese positiven Folgen treten unmittelbar, die viel bedeutsameren negativen erst mit Verzögerung ein).

Ein Leben ohne Gewalt

Besonders wichtig ist es, dem Gewaltausbruch vorzubeugen und es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Hierfür können folgende Tipps nützlich sein, wenn sie sich das nächste Mal in einer hitzigen Diskussion befinden:

  • Versuchen sie den Konflikt fair auszutragen und bleiben sie sachlich, bleiben sie respektvoll.
  • Provozieren sie ihre(n) PartnerIn nicht absichtlich.
  • Kommen sie zu keiner gemeinsamen Lösung oder eskaliert das Gespräch und die Emotionen nehmen überhand, versuchen sie die Diskussion zu einem späteren Zeitpunkt weiterzuführen. Beruhigen sie sich indem sie z.B. einen Spaziergang machen oder Musik hören.

Falls es doch passiert...:

Werden Sie zum Opfer einer Gewalttat, holen Sie sich unbedingt Hilfe! Für sofortige Hilfe, rufen Sie die Polizei (Notruf 117) oder die Nachbarn. Für längerfristige Hilfe, melden Sie sich bei einer Beratungsstelle (siehe unten), wo Ihnen professionelle Unterstützung angeboten wird. In erster Linie geht es dabei um Ihren Schutz und Ihre Sicherheit, aber auch um den oben beschriebenen Kreislauf (siehe Männer als Täter) zu durchbrechen und eine gewaltfreie Partnerschaft führen zu können.

Auch wenn Sie zum Täter häuslicher Gewalt werden, ist es unbedingt nötig, dass Sie sich Hilfe holen, um von der Gewaltausübung loszukommen. Sehen die dazu die unten angegebenen Beratungsstellen. 

Wie können Dritte helfen?

Kennen sie jemanden, der von Gewalt betroffen ist? Als erstes ist es wichtig, die Sachlage zu erkennen (1) und richtig einschätzen. Es geht dann weiter darum, mit der betroffenen Person darüber zu sprechen (2). Dabei ist die Gesprächsführung von grosser Bedeutung: Am besten spricht man mit klaren und deutlichen Worten darauf an, wobei die Vertraulichkeit und die Privatsphäre unbedingt gewahrt werden müssen. Weiter haben Schutz und Sicherheit (3) der von Gewalt betroffenen Person oberste Priorität. Sie können dann das Opfer über mögliche Hilfestellen, Rechte sowie Schutzmöglichkeiten informieren (4).

 

Beratungstellen

 Übersicht für Täter und Täterinnen häuslicher Gewalt

 

Kostenlose Hilfe in der Krise bietet die dargebotene Hand: Tel. 143

 

Fachstelle gegen Gewalt

Eidg.Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann

Schwarztorstrasse 51

3003 Bern

Tel. 031 322 69 43

Email: info.fgg@ebg.admin.ch

Nützliche Links:

www.against-violence.ch

www.frauenhaus-schweiz.ch

www.opferhilfe-schweiz.ch

www.maenner.ch (Hilfe für Gewalt ausübende Männer)

www.amnesty.ch

www.berner-eheberatung.ch

www.eheberatung-zh.ch

 

 

Für weitere nützliche Informationen, finden sie hier eine Broschüre der Schweizerischen Koordinationsstelle für Verbrecherprävention

 

Verfasser:

Laurine Gosteli, Silvia Zurbruegg, Jeanine Zwahlen, Susanne Kurz