Binge Eating Störung

Unter der Binge-Eating-Störung (BED) wird eine Essstörung verstanden, die wie auch die Bulimie durch scheinbar unkontrollierbare Essanfälle gekennzeichnet ist. Diese Essanfälle kommen oft durch dieselben Faktoren zustande wie die Essanfälle im Falle einer Bulimie.
Es leiden weitaus mehr Menschen unter BED als unter einer Anorexie oder einer Bulimie. 3.2% der Menschen in den westlichen Industrienationen entwickeln im Laufe ihres Lebens mindestens einmal eine BED.
An BED leidende Personen essen während eines Anfalles schneller als normalerweise, haben ein unangenehmes Völlegefühl und essen, ohne Hunger zu haben. Nach den Essattacken verspüren die Personen häufig Schuldgefühle und entwickeln Abneigungen sich selbst gegenüber. Sie fangen vielfach an, sich selbst für ihre eigene Schwäche und ihr ungebremstes „Fressen“ zu verachten.
Da BED-Patienten nicht gegen die übermässige und viel zu hohe Energiebilanz mit
Ausgleichsverhalten angehen, entwickeln viele von ihnen eine Adipositas, werden also stark übergewichtig.
von
Laura Bonetti Peer Manske Lennart Weber