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Wie kann ich selbst mit der Situation besser umgehen?  

Die Pflege von Demenzkranken wird häufig von Angehörigen übernommen (zu 90%), der Großteil der pflegenden Angehörigen ist weiblich (80%).
Wichtig ist jedoch dabei, dass die Angehörigen sich selbst nicht überlasten und ihre Grenzen kennen.
Nehmen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse wahr und verleugnen Sie diese nicht!

Die Belastungen und Auswirkungen, die eine solche Situation auf die Angehörigen hat wird noch häufig unterschätzt und nur wenig thematisiert.

Angehörige ziehen sich häufig mehr und mehr in ihre Pflegerolle zurück. Soziale Kontakte und andere Freizeitbeschäftigen werden zunehmend vernachlässigt.
Der Hauptkontakt beschränkt sich auf den zu pflegenden Angehörigen - mit dem Gespräche und Interaktionen jedoch zunehmend schwieriger werden. Hinzu kommen Schuldgefühle bezüglich aufkommender Aggressionen gegenüber dem Betroffenen und die Angst, bald in einer ähnlichen Situation sein zu können.
Oftmals entstehen so bei Angehörigen klinisch relevante Depressionen und psychosomatische Beschwerden (wie chronnische Erkrankungen, Rückenprobleme). In vielen Fällen treten diese Erscheinungen sogar erst nach Ableben des betroffenen Angehörigen auf.

Unterschätzen Sie die Effekte auf Ihre Psyche nicht!
Suchen Sie möglichst bald Unterstützung in Angehörigengruppen und/oder bei entsprechenden Beratungsstellen, um sich davor zu schützen (siehe "An wen können wir uns wenden?")

Weiter ist es ab einem gewissen Zeitpunkt sinnvoll und manchmal sogar unumgänglich sich Unterstützung bei der Pflege zu holen oder sich an ein Pflegeheim zu wenden.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht zwangsläufig zwischen "Pflegeheim" und "selbst pflegen" entscheiden müssen!
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich ambulante, professionelle Unterstützung zu holen, von der Sie unter Umständen Gebrauch machen sollten. Jedoch auch mit dem oft als Tabu behandelten Thema "Pflegeheim" sollten Sie sich gegebenfalls auseinandersetzen. Auch diesbezüglich ist die Suche des Gesprächs bei Beratungsstellen und in Angehörigengruppen häufig hilfreich! 

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