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Kunst-, Musik- und Tanztherapien  

Die Kunst-, Musik- und Tanztherapie richtet sich an die emotionalen, kreativen Fähigkeiten des demenzerkrankten Menschen. Diese Bereiche sind meistens weitaus weniger von dem demenziellen Abbau betroffen als kognitve Fähigkeiten und Gedächtnis.
Daher wird ihnen in der Demenzbehandlung ein besonderes Gewicht gegeben. Ihre Förderung gibt den Betroffenen neues Selbstvertrauen, da sie Fähigkeiten entdecken, die ihnen noch erhalten geblieben sind und ihnen neue Lebensfreude bieten können.
Weiter geht man davon aus, dass spezielles Training der Sinneswahrnehmungen bzw. deren Verarbeitung auch positive Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten hat.


Kunsttherapie 

Kreative, künstlerische Fähigkeiten bleiben deutlich länger erhalten, als andere, kognitive Leistungen.
Beim Malen brauchen Demenzerkrankte jedoch häufig Anleitung, da sich die Bilder sonst stark in einem gleichbleibenden und abstrakten Bereich bewegen.
Die Kunsttherapie kann helfen Stress abzubauen, Selbstsicherheit zu gewinnen, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und bei Sprachverlust neue Wege der Kommunikation zu finden.



Musiktherapie

Auch musikalische Fähigkeiten bleiben lange erhalten. Dies gilt im Besonderen wenn diese schon früher gut ausgeprägt und gefördert wurden.
Auffällig ist, dass selbst sonst "stumme" Patienten in der Musiktherapie aufblühen können und bei vertrauten Liedern aktiv teilnehmen.
Es entsteht ein neues Gefühl von Lebendigkeit und sozialer Interaktion.



Tanztherapie

Auch die Tanztherapie spricht das meist noch gut erhaltene emotionale Gedächtnis an. "Lieder von früher" wecken Erinnerungen, die teilweise längst verloren geglaubt waren und wirken aktivierend. Viele Demenzerkrankte sprechen sehr gut auf den Rhythmus, die Erinnerungen und die Emotionen an, die die Musik mit sich bringt. Die Tanztherapie wirkt aktivierend und dies hebt die Stimmung der Betroffenen.
Außerdem ist das Einüben von Schritten oder anderen Bewegungen besonders gut als Gedächtnistraining, auch Gleichgewichts- und Orientierungssinn werden trainiert.
Tanztherapie findet beispielsweise häufig in Pflegeheimen in Form von "Tanztees" statt. Die Vorbereitung des Tanztees, das "sich-fein-machen" und die soziale Interaktion während des Tanztees wirken sich zusätzlich zu den tanztherapeutischen Effekten äußerst positiv auf Psyche und kogntive Fähigkeiten aus.




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